Eine CE Zertifizierung ist ein Prüfverfahren, an dessen Ende die Kennzeichnung eines Produktes mit CE steht. Das Symbol CE bedeutet „Communauté Européenne“. Ins Deutsche übertragen heißt es so viel wie Europäische Gemeinschaft. Die CE Zertifizierung besitzt demnach ihre Gültigkeit in allen Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) und in den EFTA-Staaten (Europäische Freihandelsassoziation). Insofern eine EU-Produktrichtlinie die CE Zertifizierung bei einem bestimmten Erzeugnis voraussetzt, ist diese für jeden Hersteller verpflichtend. Ohne diese darf das Erzeugnis nicht auf den europäischen Markt gebracht werden.

Der Hersteller ist für die CE Zertifizierung seiner Produkte selbst verantwortlich. Die Zertifizierung belegt die Befolgung von gewissen Qualitätsstandards. Die Anerkennung von Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen sowie die Einhaltung etwaiger Umweltschutzauflagen gehören dazu. Des Weiteren ist eine CE Zertifizierung förderlich für den Handel und ermöglicht den Zugang zu wichtigen Märkten, zudem fördert es das Vertrauen der Kunden.

Wie erfolgt eine CE Zertifizierung?

CE Zertifikat

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Insgesamt gilt es sieben Schritte für eine CE Zertifizierung des Produktes durchzuführen: Zunächst einmal müssen die relevanten aktuellen EU-Richtlinien und Normen identifiziert werden. Diese bestimmen für welches Produkt eine CE Zertifizierung vorgesehen ist. Im zweiten Schritt sind die detaillierten Bedingungen für das jeweilige Produkt in Erfahrung zu bringen, denn das Produkt muss alle harmonisierten Normen einhalten.

Im Anschluss wird ein sogenanntes Konformitätsbewertungsverfahren eingeleitet, indem der Hersteller die Charakteristika seiner Waren mit den europäischen Richtlinien abgleicht. Die Überprüfung konzentriert sich dabei vor allem auf die Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der EU-Gesetzgebung. Auch die Umweltverträglichkeit spielt eine große Rolle im Rahmen des Verfahrens.

Im vierten Schritt muss je nach Gefahrenpotenzial des Produktes eine Risikobeurteilung initiiert werden. Bei manchen Erzeugnissen besagen die EU-Richtlinien, dass eine berechtigte Stelle in das Konformitätsbewertungsverfahren mit einbezogen werden muss. Diese berechtigten oder benannten Stellen werden auch als europäische Konformitätsbewertungsstellen bezeichnet. Sie sind im NANDO-Verzeichnis (New Approach Notified and Designated Organisations) eingetragen und können mittels Recherche ausfindig gemacht werden.

Ist das Konformitätsbewertungsverfahren abgeschlossen, kann als nächstes die Technische Dokumentation erfolgen. Diesbezügliche Produktunterlagen sind für den Hersteller verpflichtend, um damit die Konformität seines Produktes beweisen zu können. Die technischen Unterlagen müssen mindestens zehn Jahre ab dem letzten Herstellungsdatum des Produktes archiviert werden. Im sechsten Abschnitt der CE Zertifizierung wird schließlich die Konformitätserklärung verfasst. Der Hersteller fertigt diese selbst an und bestätigt in ihr rechtsverbindlich, dass die Erzeugnisse sämtliche Vorschriften erfüllen.

Zu guter Letzt befestigt der Hersteller die CE Zertifizierung gut erkennbar am Produkt. Verfügt dieses über ein hohes Gefahrenpotenzial, wird die CE Zertifizierung zusätzlich mit einer vierstelligen Nummer versehen. Diese Nummer stellt eine Codierung derjenigen europäischen Konformitätsbewertungsstelle dar, welche im Konformitätsbewertungsverfahren zu Rate gezogen wurde.

Welche Angaben gehören in eine Konformitätserklärung bei einer CE Zertifizierung?

Die Konformitätserklärung verlangt vom Hersteller die Offenlegung verschiedener Angaben. Nur wenn diese vollständig sind, kann eine CE Zertifizierung ausgestellt werden. Natürlich gehören der Name und die Anschrift des Herstellers in dieses rechtsverbindliche Dokument. Außerdem müssen in der Erklärung Einzelheiten zum Produkt erläutert werden. Darüber hinaus muss eine präzise Benennung der verwendeten Richtlinien und ggf. technischen Normen stattfinden. Informationen über die entsprechende europäische Konformitätsbewertungsstelle sowie über die Person, welche die Technische Dokumentation verwahrt, müssen ebenfalls Teil der Erklärung sein. Ort und Datum der Ausstellung, inklusive der Unterschrift des Bevollmächtigten, stehen am Ende des Dokumentes. Mit der Unterzeichnung der Konformitätserklärung übernimmt der Hersteller oder dessen Bevollmächtigter die alleinige Verantwortung für die Konformität seiner Produkte.