Eine Konkurrenzanalyse dient zur Identifizierung von tatsächlichen sowie potenziellen Wettbewerbern in einer bestimmten Branche. Die Position des eigenen Unternehmens im Vergleich mit der Konkurrenz wird im Rahmen der Analyse ermittelt. Dabei müssen die Stärken und Schwächen der Konkurrenz schonungslos herausgestellt werden. Deren Produkte und Dienstleistungen gilt es hinsichtlich ihrer Vor- und Nachteile zu untersuchen.
Konkrete Informationen, die aus einer Konkurrenzanalyse gewonnen werden können, sind zum Beispiel die Marktstellung der Konkurrenz, die Serviceleistungen und das Image der Wettbewerber, die Qualität der angebotenen Produkte und deren Marktpreise, die Absatzwege oder auch etwaige Werbemaßnahmen.

Am Ende der Recherche liegen im Idealfall nützliche Erkenntnisse vor, die dem eigenen Unternehmen bei der kommenden Marketingstrategie helfen werden. Das Unterstreichen der eigenen Vorzüge und die Entwicklung von sogenannten Alleinstellungsmerkmalen spielen im Marketingbereich eine große Rolle. Das Verschaffen von Wettbewerbsvorteilen ist also das wesentliche Ziel bei der Konkurrenzanalyse. Die Trenderkennung kann diesbezüglich entscheidend sein, um das eigene Unternehmen dauerhaft am Markt positionieren zu können. Speziell bei der Gründung oder Übernahme eines Unternehmens bietet sich eine Konkurrenzanalyse an.

Durchführung einer Konkurrenzanalyse

Eine Konkurrenzanalyse unterteilt sich in verschiedene Phasen. Folgende vier Schritte sollten in dieser Analyse vorkommen: Zunächst einmal müssen die direkten Konkurrenten zusammengetragen werden. In diesem Zusammenhang sollte sich die Analyse vor allem auf die Top 10 Unternehmen konzentrieren. Schließlich hat das eigene Unternehmen den Anspruch sich unter jenen zu etablieren. Die Orientierung an den Marktführern ist fast immer lohnenswert. Bereits vorhandene Strategieansätze lassen sich somit weiterentwickeln und können im Anschluss auf das eigene Unternehmen projiziert werden. Damit der erste Schritt der Konkurrenzanalyse Erfolg verspricht, sollten Faktoren, wie Branchenzugehörigkeit, Produktpalette und Zielgruppen, vorab festgelegt werden.
Die zweite Phase der Konkurrenzanalyse umfasst den Vergleich der angebotenen Produkte und Dienstleistungen.

Dieser ermöglicht Verbesserungspotenziale aufzudecken und Ideen für Alleinstellungsmerkmale zu finden. Die eigenen Produkte sowie Dienstleistungen können daraufhin in Bezug auf Leistung, Preis und Qualität angepasst werden. In der dritten Phase einer Konkurrenzanalyse sind die Stärken und Schwächen der Konkurrenz herauszuarbeiten. Die Wettbewerber müssen detailliert unter die Lupe genommen werden. Informationen über die Strategie, das Image, die Organisationsstruktur, die Serviceleistung, die Marktstellung und das Marketing der jeweiligen Unternehmen werden gesammelt und letztlich im vierten Schritt der Konkurrenzanalyse genau ausgewertet. Die Daten müssen allen relevanten Unternehmensbereichen zugänglich gemacht werden. Ein zeitgemäßes Wissensmanagement (effiziente Verwaltung und Nutzung des erworbenen Wissens) ist heutzutage eine notwendige Voraussetzung für den nachhaltigen Erfolg eines Unternehmens.

Welche Informationsquellen eignen sich für eine Konkurrenzanalyse?

Besser sein als die Konkurrenz

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Im Kontext einer Konkurrenzanalyse greift der entsprechende Unternehmer beziehungsweise dessen Mitarbeiterstab auf sehr unterschiedliche Informationsquellen zurück. Generell gilt es die Konkurrenz unter Beobachtung zu stellen. Doch wie genau lassen sich verlässliche und relevante Informationen sammeln? Möglichkeiten der Informationsgewinnung gibt es viele.
Zum Beispiel kann ein Testeinkauf getätigt werden. Die Konkurrenzprodukte lassen sich somit aus nächster Nähe begutachten. Darüber hinaus können Kundenbefragungen durchgeführt werden. Das Kunden-Feedback beinhaltet oft aufschlussreiche Aspekte, die entweder für den Erfolg oder Misserfolg eines Unternehmens verantwortlich sind. Auch der Besuch von fachspezifischen Tagungen, Kongressen oder Messen ist eine gute Alternative Informationen zu erhalten.
Aktuelle Pressemitteilungen, Presseartikel, Geschäftsberichte sowie Produktbroschüren sollten ebenfalls gründlich ausgewertet werden. Weiterhin kommt eine gute Konkurrenzanalyse nicht an einer Überprüfung der Patent- und Markenanmeldungen vorbei. Diese besitzen Aussagekraft im Hinblick auf neue Branchenerfindungen und sich anbahnende Trends. Außerdem empfiehlt es sich Marktforschungsstudien zu betreiben. Experten von außerhalb und innerhalb des Unternehmens können derartige Studien sinnvoll ergänzen. Das Abwerben von Konkurrenzmitarbeitern und die Untersuchung früherer Konkurrenzstrategien sind ebenso denkbare Optionen. Am besten ist eine Konkurrenzanalyse, wenn sie auf möglichst aktuellen Informationen sowie auf vielseitigen Quellen basiert.